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Musik   

Kategorie Modern R&B
Format Audio CD
Sprache Englisch, Englisch (Unbekannt)
Bildformat Doppel-CD
Medien 2
EAN 0886971949223

Fr. 4.90

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Artikelbeschreibung

Es bedarf schon einer beträchtlichen Portion Chuzpe, um insgesamt 11 Liedchen in die Hülle eines ausgewachsenen Doppelalbums zu verpacken, mit der Erklärung, auf diese Weise ließen sich die höchst unterschiedlichen Seiten ihres komplizierten Innenlebens besser musikalisch ausloten. Gemeint ist Beyoncés aktuelles Album I Am...Sasha Fierce, das ähnlich abgründig und geistreich erscheinen möchte wie Robert Louis Stevensons Roman Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Während dieser intensiven Lesespaß garantiert, ist Beyoncés Hörvergnügen leider schon vorüber, ehe man sich in ihre Songs vertieft hat, genauer gesagt nach 24:40 auf der einen und 17:20 auf der anderen Scheibe. Doch bevor man sich beklagt, sollte man bedenken; -was für Pralinen gilt, trifft auch auf Musik zu. Wenn die Zutaten stimmen, ist eine kleine Schachtel feiner Leckereien allemal der Großpackung mit klebriger Massenware vorzuziehen. Wollen wir also mal kosten! Zwei CDs höchst unterschiedlichen Inhalts befinden sich in der Hülle, Vollmilch gefüllt und Zartbitter mit Chili sozusagen. I Am... verkörpert mit sechs romantisch-besinnlichen Songs die private, verletzliche Seite Beyoncé Knowles und Sasha Fierce mit fünf Dance-Songs härterer Gangart die perfekt gestylte Capricciosa. Der Ohrwurm “If I Were A Boy“ bildet den Auftakt der emotionalen Scheibe und erweckt genau wie die erste Griff in die Pralinenschachtel unstillbares Verlangen nach mehr: “Hmm lecker, da kann man ja gar nicht aufhören!“ Die guten Vorsätze nur mäßig zu naschen geraten schnell ins Wanken, in Anbetracht himmlischer Chöre und Streicher auf “Halo“, um dann endgültig einzuknicken, bei mit Piano-, Gitarren- und Celloklängen überzuckerten Zeitlupenballaden “Disappear“ und “Broken-Hearted Girl.“ Doch spätestens beim “Ave Maria“ machen sich erste ungute Völlegefühle bemerkbar und damit der leise Verdacht, ob nicht doch zu viel Kokosfett anstatt guter Butter im Spiel waren. Aber da ist mit dem letzten Song “Satellites“ ja auch schon das Ende greifbar nahe und somit die Aussicht auf etwas frische Luft, bevor man sich an Sasha Fierce wagt. So lautet übrigens Beyoncés Pseudonym, mit der sie öffentliches Augenmerk von ihrer sensiblen Psyche auf ihr kraftstrotzendes Äußeres lenken möchte, eine Mischung aus Table-Dance-Queen und Fitnesstrainerin, wie auf der Rückseite des Albums zu bewundern. Ihrem Styling entsprechend sind die fünf schweißtreibenden Songs auf Sasha Fierce ideal geeignet als Taktgeber für ein Work-out, zur Umwandlung von Frust in körperliches Wohlbefinden. Zugegebenermaßen kann man sich hinterher nicht mehr an jedes einzelne Stück erinnern, doch bleibt unter dem Strich die Gewissheit, dass Bewegung allemal gesünder ist, als eine gesamte Schachtel Pralinen. - Andreas Schultz

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