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DVD   

Kategorie Drama, Drama, Romantik
Darsteller Kate Winslet, Saïd Taghmaoui, Bella Riza
Regie Gillies MacKinnon
Ländercode 2
Laufzeit 98 Minuten
Sprache Arabisch, Englisch, Französisch
Bildformat Dolby, PAL, Surround Sound
Freigabe ab 6 Jahren
Medien 1
Zustand Gebraucht in Top-Zustand
EAN 4011976651130

Fr. 5.90

Artikelbeschreibung

Die Träume von einem besseren Leben sind so alt wie die Menschheit. Von einem Leben ohne Schmerz, ohne den permanenten Londoner Nebel, ohne Alltagsstress und ohne Liebesleid träumt auch die 25-jährige Engländerin Julia (Kate Winslet). Und dann genügt ein Wasserrohrbruch im Bad, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. "Seitdem redet sie von Marokko", sinniert Bea (Bella Riza), die ältere von Julias beiden Töchtern, altklug. "Ein Sufi, was ist das überhaupt?" Julia weiß es genauso wenig wie ihre Töchter, die in diesem Film den realistischen Part übernehmen. Während sich ihre Mutter in der exotischen Welt verlieren will, die sie immer wieder abstößt wie einen Fremdkörper, beharren die Töchter permanent auf einem Rest der gewohnten Umgebung. Bea will zur Schule, sie will etwas lernen und ein Kleid. In der Liebe zu dem halbseidenen Bilal (Said Taghmaoui), der sich als Gaukler, als Dieb und durch harte Arbeit in einem Steinbruch durchschlägt, glaubt Julia den Schlüssel zu der fremden Welt gefunden zu haben. Aber alle Versuche, die mitteleuropäische gegen die nordafrikanische Haut zu tauschen, schlagen fehl. Sie begegnet durchgedrehten deutschen Acid-Heads, die sich damit brüsten, ein ganzes Dorf angeturnt zu haben. Die meisten Marokkanerinnen interessieren sich nur für ihre Kleider und bringen ihr ansonsten nichts als Hass und Verachtung entgegen. Zweimal verliert sie beinahe eine ihrer Töchter. Am Ende spendiert ihr der windige Bilal mit ergaunertem Geld die Passage nach London.

Gillies MacKinnon ist eine äußerst eindringliche, wenngleich pessimistische Parabel auf die Träume der Hippie-Generation und die vergebliche Suche nach dem verlorenen Paradies gelungen. Die rasanten Kamerafahrten durch die Kasbah von Marrakesch und die großartigen Landschaftsaufnahmen fangen die fremdartige Schönheit, aber auch die Rohheit und Hässlichkeit der anderen Welt perfekt ein. Bei den wenigen Sequenzen mit Arbeitern im Steinbruch bekommt man einen Eindruck davon, wie Menschen sich buchstäblich zu Tode schuften. Als Subtext unterstreicht der Soundtrack die Unvereinbarkeit der zwei Welten. Jefferson Airplane und Canned Heat wirken zur Kulisse von Marrakesch wie die Faust aufs Auge, und der Bruch könnte nicht krasser sein, wenn plötzlich ein arabischer Sänger dagegen hält.

Zum Abschied winken Julia und ihre Töchter Bilal aus dem Zug zu, der sie auf einem Transporter überholt, ein rotes Tuch um den Kopf, das er öffnet und im Wind flattern lässt, um zu entschweben wie eine Figur aus einem Märchen. --Frank Kukat

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